Service Reliability Engineering

Um langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein zu können, müssen Unternehmen – insbesondere im digitalen Umfeld – mit Reaktionsschnelligkeit und hoher Anpassungsfähigkeit am Markt agieren können. Ob ein Produkt überhaupt erfolgreich am Markt eingeführt werden kann, muss in schnellen Iterationen erprobt werden. Ein konstantes „Inspect and adapt“ ist daher Grundvoraussetzung, um den wirtschaftlichen Erfolg langfristig sicherstellen zu können.

 

Das für die erfolgreiche Einführung eines neuen Produktes benötigte Expertenwissen ist dabei in den meisten Unternehmen schon vorhanden. Entsprechend beginnen immer mehr Unternehmen damit, an den Interaktionen in ihrem Human-System, also am Unternehmen selbst, zu arbeiten. Sie bauen agile Strukturen auf, führen iterative Prozessmodelle ein und bauen Hierarchien ab. Sogenannte funktionsübergreifende (engl. cross-functional) Teams übernehmen die Verantwortung für ihre Produkte sowohl wirtschaftlich als auch technisch und erreichen damit aufgrund der reduzierten internen Abstimmungszyklen eine hohe Liefergeschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit.

 

 

DevOps – und die imaginäre Mauer dazwischen

Interessanterweise bleibt dabei jedoch oft eine letzte Lücke im gesamten Auslieferungsprozess bestehen: der Übergang von der Entwicklung zum Betrieb.

Sobald ein Team das Inkrement eines Produktes in einer für sich alleine genommen reifen Form (oft als Minimum Viable Product) fertig entwickelt hat, wird dieses Inkrement häufig noch an den Betrieb „übergeben“ und dieser rollt es am Markt aus. Als Beweggründe für diese Lücke im Auslieferungsprozess des Produktes werden oftmals die notwendige Stabilität von Gesamtsystemen, die auferlegten Qualitätsstandards oder unterschiedliche Denk- und Arbeitsmodelle in beiden Welten (Betrieb und Entwicklung) angeführt.

Die größten Nachteile in dieser Lücke liegen jedoch in der nicht möglichen, vollständigen Übernahme der Verantwortung durch das Produktteam (fehlendes Commitment) und die notwendig werdenden Abstimmungsschleifen zwischen Entwicklung und Betrieb sowie der kommunikative Aufwand: Die Lieferzyklen werden länger.

Seit ein paar Jahren versucht die Disziplin, ja die Haltung des „DevOps“ diese Lücke zu schließen. Teammitglieder, die besonders im Betrieb von Softwareprodukten geschult sind, übernehmen die Verantwortung, den Betrieb des Produktes entsprechend der Unternehmensvorgaben und der vereinbarten Service-Level Agreements (SLA) sicherzustellen. Dabei hat sich in den letzten Jahren der ehemals oft statische Betrieb von Softwareprodukten über Devops hin zum Service Reliability Engineering weiterentwickelt – und damit zu einer sehr komplexen Domäne, in welcher Spezialisten für hohe Verfügbarkeiten, aber vor allem für hochgradig automatisierte Ausrollmechanismen sorgen und damit zuvor ungeahnte Ausrollzeiten ermöglichen.

UNSER SUPPORT – VON DER SOFTWARE BIS ZUR TEAMBEGLEITUNG

Aus vielen Jahren Erfahrung auf dem Gebiet des Service Reliability Engineerings heraus hat sich Scalamento auf die Bereitstellung von hochautomatisierten Delivery Pipelines spezialisiert. In unseren Trainings vermitteln wir dabei nicht nur die notwendigen Fachkenntnisse, wir begleiten Unternehmen auch bei den notwendigen organisatorischen Veränderungen bis hin zur Unterstützung der Entwicklung der Delivery Pipelines als solches.

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